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Zur Geschichte des Museums
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Ein Museum voller Geschichte

Der Gedanke zur Erforschung, Pflege und Bewahrung heimatlicher Geschichte f├╝hrte 1910 in Spremberg zur Gr├╝ndung eines Museumsvereins. Am 9. Dezember 1911 wurde in der ehemaligen Amalienschule am Kirchplatz in zwei Dachgescho├čr├Ąumen das Heimatmuseum er├Âffnet.
Nach dem Ersten Weltkrieg musste es jedoch geschlossen werden. Die R├Ąume wurden wieder als Unterrichtsr├Ąume genutzt und die Sammlung in den Kellerr├Ąumen des Gymnasiums eingelagert. Im Januar 1927 trat der Verein erstmals wieder zusammen, um ├╝ber eine Weiterf├╝hrung des Museums zu beraten. Der damalige Landrat Dr. W├╝llenweber, der auch Vorsitzender des Museumsvereins war, stellte den vorderen Schlossturm zur Verf├╝gung. In den sechs ├╝bereinander liegenden R├Ąumen wurde das neue Heimatmuseum eingerichtet und im April 1928 er├Âffnet. Stadtgeschichte, Vereinsleben und die industrielle Produktion des Kreises Spremberg waren Gegenstand bei der Gestaltung der Ausstellung. Das Spremberger Heimatmuseum wurde nunmehr auch Kreismuseum. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Museum 1946 wieder ge├Âffnet, die Leitung war ehrenamtlich, die ├ľffnungszeiten nicht kontinuierlich. F├╝r Schulklassen wurde das Museum nach vorheriger Anmeldung ge├Âffnet. Eine umfassende Museumsarbeit war nicht mehr gegeben, so dass das Museum Mitte der 50-er Jahre ein weiteres Mal geschlossen wurde.
1973 legte G├╝nther Kaczmarek den Grundstein f├╝r den Wiederaufbau des Kreismuseums in Spremberg. In der Villa in der Gartenstra├če 9 wurde es 1977 mit einer ersten Sonderausstellung er├Âffnet. Kaczmarek war der erste hauptamtlich angestellte Museumsleiter. Nach ihm ├╝bernahm Manfred Ihle im Oktober 1980 die Leitung des Museums. Gemeinsam mit seiner Frau f├╝hrten sie eine wissenschaftliche Arbeitsweise im Museum ein.
Anfang der 1990er Jahre stie├č jedoch die Kapazit├Ąt des Museums in der Villa an ihre Grenzen. 1997 zog das Niederlausitzer Heidemuseum, wie es seit April 1991 offiziell hei├čt, ein zweites Mal in das Spremberger Schloss ein. Nach Umbauarbeiten wurde es im April 2000 f├╝r die Besucher er├Âffnet. In den Ausstellungen wird die Beziehung von Mensch, Landschaft und Kultur in der vom Braunkohlenabbau gepr├Ągten Region in anschaulicher Weise deutlich. Schwerpunkte bilden die Volkskunde, Industriegeschichte, Naturkunde, Schloss- und Regionalgeschichte. Eine weitere Ausstellung ist dem Leben und Werk des in Spremberg geborenen Schriftstellers Erwin Strittmatter gewidmet. Die sich neben dem Schloss befindliche Freianlage gibt einen Einblick in die l├Ąndliche Lebensweise der Heidebauern. Das Niederlausitzer Heidemuseum z├Ąhlt heute zu den gr├Â├čten Museen im S├╝den des Landes Brandenburg.



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